Trittbrettfahrerprojekte

Als gebürtiger Marbacher sind für mich Marbach und die Behringwerke eins und  – symbolisiert durch die Pferde – der Inbegriff der Retter der Kinder und des Guten. Über die deutliche Aufstockung der Produktionskapazitäten, Wachstum und Gedeihen des Standortes freue ich mich nicht zuletzt auch als CSL-Kleinaktionär außerordentlich.

Um so bedauerlicher war das Erscheinen des Artikels „Die Rolle der Behringwerke bei Fleckfieberversuchen im KZ“ mit der Andeutung weiterer „wirtschaftshistorischer Themen“ in der Oberhessischen Presse vom 15.02.2019 just einen Tag, nachdem dort gemutmaßt wurde, ein Vertreter der CSL-Behring würde sich für eine „Allnatalweg“ oder scherzhaft „Spiesroute“ genannte Westumfahrung Marburgs stark machen.

Es ist unerträglich, wie durch Dr. Thomas Spies stures Festhalten an dem Verkehrs-versuch in der Bahnhofstraße und Bunsenstraße – Robert Koch Straße (jeweils einspurige statt zuvor zweispurige Verkehrsführung) über die Zeit der vielen Autofahrer und Mitarbeiter im Stau verfügt wird. Es ist dieselbe Arroganz mit der manche Mediziner – aus Unfähigkeit Abläufe vernünftig zu organisieren – über die Zeit wartender Patienten verfügen.

Die Behringmitarbeiter im Marburger Stau müssen sich regelrecht erpresst und instrumentalisiert vorkommen, damit bestimmte kommunalpolitische Akteure aus dem Dunstkreis von SPD-Figuren wie Hans Karpenstein, Matthias Simon, Dr. Fabio Longo, Jürgen Rausch, Uwe Meyer, Norbert Schüren, Egon Vaupel, Erhard Dettmering, Jürgen Gotthold (†), Bettina Böttcher, Marianne und Hans-Joachim Wölk, Jürgen Hertlein, Kurt-Adam Barth usw. möglicherweise ihren emporgekommenen Kumpanen bzw. teils auch sich selbst Bau- Planungs- und Gutachtenaufträge bzw. Mandantschaft für abstruse Bauvorhaben unter Abschöpfung von Planungsgewinnen zukommen lassen könnten.

Eine besonders verhängnisvolle Rolle spielt auch das Firmengeflecht des Wohratal-/ Stadtallendorf-Trios Wolfgang Schratz, Carsten Prill und Michael Deuker mit u.a. Depro-Kautetzky. Nicht nur muss die monströse 18 m hohe Logistikhalle in Wenkbach von den Anwohnern als eine in Beton und Blech gegossene Kriegserklärung aufgefasst werden.

bEs ist auch die Spedition Kautetzky, welche immer wieder penetrant ihre LKW zu besten Hauptverkehrszeiten durch Bahnhofstraße, Ketzerbach, Marbacher Weg schickt, anstelle wie seit alters her ohne den Lärm staubedingter Abbrems- und Beschleunigungsvorgänge sehr früh morgens oder sehr spät abends zu fahren bzw. die Nordumfahrung über Sterzhausen zu wählen. Ein Machtwort der Behringwerke wäre hier mehr als überfällig und im ureigensten Interesse.

Schließlich schöpfen Techniker, Handwerker und Naturwissenschaftler ihre Erfindungen, ihr Können und ihre Passion, mit welcher sie die Behringwerke voranbringen, nicht zuletzt aus der Ruhe, der Wohnidylle, der Anmut von Natur und Landschaft im Marburger Westen und Marburger Umland. Es wird auch ganz einfach viel Zeit für qualitativ hochwertige Arbeit frei dadurch, dass Kinder einfach vor und hinter dem Haus in der Natur spielen können. Das sind die wesentlichen weichen Standortfaktoren und diese drohen zunehmend einer Vermassung, Verlärmung, Zubetonierung und Landschaftsverschandelung anheim zu fallen. Neben dem „Allnatalweg“ sind hier der Teegutmarkt am oberen Rotenberg, Wohngebiete ebendort und am Hasenkopf, die Belästigungen Dagobertshausens durch die Veranstaltungen der Jacqueline Pohl, Vorhaben der baulichen Nachverdichtung auf Kosten von Grünflächen, das rücksichtslose Absäbeln alter Bäume und eine allgemeine Kultur der Rücksichtslosigkeit gegenüber Vorhabensnachbarn zu nennen.

In diesem Zusammenhang konnten wir es nur als Affront auffassen, dass die Pharmaserv allen Ernstes ihre Waldgrundstücke zwischen den beiden Werksteilen für 3-4 je 235 m hohe Großwindräder zur Verfügung stellen wollte. Es gab Hinweise, dass hier auch Interventionen der Kommunalpolitik vorausgingen und dieses Projekt nicht dem primären Willen der Behringwerke entsprach. In der Tat hatte – wie einige vordergründig wie hintergründig segensreich Wirkende – ich mit 13.000€ eigenem Geld und einer guten Portion wissenschaftlicher Akribie wesentlichen Anteil daran, diesen Irrsinn zu verhindern. In einem Akt eklatanter Fehlrepräsentation wollten Stadtverordnetenversammlung und Magistrat dieses Vorhaben mehrheitlich und ihr Wille wurde gebrochen.

Wie viele Bürger in Marburg und Umland wünsche ich mir getreu des Mottos des kom-munalen Haushalts 2019 ein Miteinander und eine gemeinsame Gestaltung der Zukunft mit durchaus wachsenden und gedeihenden Behringwerken, mittelfristig auch mit einem Behringtunnel mit in der Straße verlegten Bahngleisen und Bunkerfunktion (Stahltor vorne und hinten, im Verteidigungsfall können Kühlwagen mit den verteidigungswichtigen Behringprodukten hineingefahren werden,

Finanzierungsvorschlag: 70% Verteidigungs-ministerium bzw. NATO, 10% Land, 10% Stadt, 10% Behringwerke – wenn man wirklich 1,5% bzw. 2% Verteidigungsausgaben will, sollten die doch mit auch zivil nutzbaren Projekten dargestellt werden und wer will wirklich Waffen für all die kostbaren Steurgelder kaufen), aber ohne die Trittbrettfahrerprojekte entsprechender SPD-Protagonisten und Dr. Thomas Spies.

21.02.2019, von Dr. med. Andreas Matusch

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